Der Ehrenvorsitz

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Rita SüssmuthDer Ehrenvorsitz wird auf Vorschlag des Vorstandes an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise um die Deutsche AIDS-Stiftung verdient gemacht haben. Der Ehrenvorsitz kann auf unbestimmte Zeit erteilt werden. Die/der Ehrenvorsitzende hat Repräsentations- und beratende Funktionen für die Stiftung.

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Rita Süssmuth ist seit März 2006 die Ehrenvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung.

Rita Süssmuth hatte in ihrer Funktion als Bundesministerin für Gesundheit im Jahr 1987 die Gründung der Nationalen AIDS-Stiftung initiiert und auch die spätere Fusion mit der Deutschen AIDS-Stiftung „Positiv leben“ im Jahr 1996 maßgeblich unterstützt. Von Gründung der Stiftung bis zum Jahr 2006 war Rita Süssmuth als Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen AIDS-Stiftung tätig. Im Jahr 2006 übertrug der Stiftungsrat Rita Süssmuth wegen ihrer hervorragenden Verdienste um die Deutsche AIDS-Stiftung den Ehrenvorsitz der Stiftung.

„Rita Süssmuth hat in der Anfangsphase der Verbreitung des HI-Virus gegen viele Widerstände mutig die Weichen für eine AIDS-Politik gestellt, die auf Aufklärung und die Partizipation aller maßgeblichen Akteure im Gesundheitsbereich setzte. Ohne ihren Einsatz der ersten Stunde, wäre die Prävention in Deutschland nicht das Erfolgsmodell geworden, dass es heute ist." - Dr. Christoph Uleer, ehem. Vorstandsvorsitzender Deutsche AIDS-Stiftung

Deutschland hat eine der niedrigsten HIV-Infektionsraten in Europa. Auch die Zahl der jährlich neu gemeldeten HIV-Infektionen ist im europäischen Vergleich sehr niedrig.

Neben der Prävention sind Rita Süssmuth die Rechte und die Würde HIV-positiver und an AIDS erkrankter Menschen immer ein besonderes Anliegen gewesen. Eine Prämisse ihrer Politik war immer „Wir bekämpfen die Krankheit, nicht die Infizierten“. Dies gilt auch für die Verbindung von Aufklärung und materieller Hilfe in der Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung. Rita Süssmuth tritt daher für eine sachliche und realistische Information über die besonderen Probleme betroffener Menschen ein. Auch scheut sie nicht, um finanzielle Unterstützung zu bitten, mit der individuelle Hilfen für aidskranke Menschen in Not sowie Projektzuschüsse finanziert werden können.