AIDS Action Europe (AAE)

Neben der nationalen Gesundheitspolitik wird der Einfluss der Europäischen Union (EU) auf die Bekämpfung von globalen Infektionskrankheiten immer stärker. Eine wichtige Rolle spielt die EU bei HIV/AIDS auch gegenüber den Staaten Osteuropas und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Hier dringt die EU auf den Abbau von Diskriminierungen HIV-positiver Menschen und verstärkte Präventions- und Therapieanstrengungen.

Einzeln können die nationalen Nicht-Regierungs-Organisationen zu HIV/AIDS kaum Einfluss auf die Brüsseler Politik nehmen. Im März 2004 trafen sich die ersten Organisationen in Brüssel um dies zu ändern. Sie definierten Arbeitsschwerpunkte und gründeten den Verband „Aids Action Europe“.

Die Deutsche AIDS-Stiftung zählt – wie die dänische und die niederländische AIDS-Stiftung, die einzigen vergleichbaren europäischen Organisationen – zu den Gründungsmitgliedern und finanziellen Förderern von Aids Action Europe. Das geschäftsführende Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Heide war bis Ende 2010 Mitglied des Steering Committee von Aids Action Europe.

Mittlerweile sind über 200 europäische AIDS-Organisationen Mitglied des Netzwerkes AAE geworden. AAE ist zugleich europäische Vertretung des International Council of AIDS-Service-Organisations (ICASO). AAE wurde von der Europäischen Kommission und von UNAIDS als Netzwerk europäischer Organisationen anerkannt und von der Europäischen Kommission in deren Civil Society Forum berufen.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von AAE».