Der Medienpreis HIV/AIDS 

Ein Preis der Deutschen AIDS-Stiftung

1987 wurde der Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung erstmals vergeben. Ins Leben gerufen hat ihn Stiftungsgründer Rainer Ehlers, geb. Jarchow. Er erkannte die große Bedeutung der Medien für die politische und öffentliche Behandlung des Themas Aids und damit für die unmittelbare Lebenssituation der HIV-positiven Menschen.

© Ingrid Amon: Medienpreisträger 2015/2016 mit Vertretern der Förderer und dem Vorstand der Deutschen AIDS-StiftungWichtig waren ihm eine sachliche und kompetente Medienarbeit, die an den Menschen orientiert ist – Aspekte, die heute noch entscheidend sind für die Auswahl der Preisträger-Beiträge. Wichtig war ihm außerdem, das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die Journalistinnen und Journalisten zu lenken, die sachlich, kompetent, aber auch mit einem guten Maß an Empathie berichteten und sie damit zu stärken.

Seit 2009 gibt es flankierend einen Zusatzpreis, den JUNIOR-Medienpreis HIV/AIDS. Im Jahr 2017 wurde der Medienpreis (für die Jahre 2015 und 2016 ») zum 21. Mal verliehen, der Zusatzpreis bereits zum vierten Mal.  

Ausschreibung Medienpreis HIV/Aids 2017/2018 »
Ausschreibung JUGEND Medienpreis HIV/Aids 2017/2018 »


Die Förderer

Der Medienpreis HIV/AIDS der Deutschen AIDS-Stiftung ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert, der Zusatzpreis insgesamt mit 3.000 Euro. Gilead und der Verband forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) sind Förderer des Preises. 

Die Jury

Über die Auszeichnung entscheidet eine unabhängige Jury aus Medizinern, Aids-Experten und Medienexperten. Ihr gehören an:

Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft e.V., Bochum
Heike Gronski, Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Berlin
Heinz-Joachim Herrmann, Konferenz der Landesfilmdienste, Bonn
Dr. Irene Meichsner, Freie Wissenschaftsjournalistin, Stechlin 
Prof. Dr. med. Jürgen Rockstroh, Universitätsklinikum Bonn
Prof. Bernd Schmidt, Journalist und em. Universitätsprofessor für Journalistik, Hannover
Peter-Philipp Schmitt, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wolfgang Vorhagen, Akademie Waldschlösschen, Reinhausen bei Göttingen

Andrea Babar

Ansprechpartner/in

Andrea Babar

Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

 

Telefon: 0228 - 6 04 69 37

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Träger des Medienpreises der Deutschen AIDS-Stiftung

2015/2016

Medienpreisträger 2015/2016

Maike Conway für ihren Langzeitdokumentation „Corinnes Geheimnis“, gesendet im ZDF (Das kleine Fernsehspiel) am 8. Dezember 2015,

Michael Neudecker für seinen Print-Beitrag "Reifeprüfung“, erschienen in der Süddeutschen Zeitung (Die Seite Drei) am 1. Juni 2015,

Das PULS-Team (PULS, das junge Programm des Bayerischen Rundfunks) für den Beitrag „Positiv zusammen leben“ im Magazin „PULS im Fernsehen“, gesendet am 1. Dezember 2016 im BR Fernsehen und abrufbar unter www.deinpuls.de,

Johannes Nichelmann für seinen Radio-Beitrag „Drogenpolitik – Portugals liberaler Weg“, gesendet im Deutschlandfunk (Sendung „Hintergrund“) am 17. April 2016,

Für seine jahrzehntelange, kontinuierliche publizistische Tätigkeit zu HIV und AIDS wurde Bernd Aretz mit einer Sonderehrung und einem Preisgeld ausgezeichnet.

2013/2014

Medienpreisträger 2013/2014

Franziska Badenschier für das Radio-Feature „Der Aids-Schreck ist zurück: in Uganda steigt die HIV-Infektionsrate wieder an“, Deutschlandfunk, 11.5.2014

Jörg Schmid und Luise Strothmann für ihren Print-Beitrag „Das Ende der Angst“, Sonntaz (Wochenendausgabe der taz), 19./20.7.2014

Paul Schulz und Christian Lütjens für das Buch „Positive Pictures. A Gay History“, erschienen im Bruno Gmünder Verlag, 2013

Redaktion der „DHIVA – Zeitschrift für Frauen zu Sexualität und Gesundheit“ für ihr langjähriges Engagement und 20 Jahre DHIVA (Sonderehrung)

Macher der Videocasts www.gehoerlosen-aids-info.de zur HIV/STI-Prävention bei gehörlosen und schwer hörenden schwulen Männern (Sonderehrung)

2011/2012

Kai Kupferschmidt für seinen Beitrag „Positiv und Negativ – die Angst vor HIV“, http://www.tagesspiegel.de/wissen/welt-aids-tag-positiv-und-negativ-die-angst-vor-hiv/7463796.html, 1.12.2012

Marcel Dams für seinen YouTube-Videokanal „TeilzeitVlogger“ (www.youtube.com/teilzeitvlogger)

Jobst Knigge für seinen Film „Der Aidskrieg“, WDR Fernsehen, 25.11.2011

Benjamin Cantu und Mira Thiel für ihren Film „Der Berliner Patient – Geheilt von Aids“, ARTE, 22.11.2012

2009/2010

Annette Heinrich (Autorin), Philip Flämig (Kamera) für die Fernsehdokumentation: „37 º Ich bleibe immer positiv! Starke Frauen mit HIV“, ZDF-Reihe 37 Grad 26.10.2010

Selbsthilfegruppe der Braunschweiger AIDS-Hilfe für ihr Straßenbahnprojekt „AIDS braucht positive Gesichter“, gestartet am 31.Oktober 2009, initiiert von Jürgen Hoffmann, Stephanie Schmidt (†) und Jean-Luc Tissot, gestaltet von der Künstlerin Nadine Decker

Viola Volland für ihre Reportage „Der alte Mann und das Virus“, Stuttgarter Zeitung, 1. Dezember 2009

Siegfried Schwarze für seine Publikation ARTWORK. Die Umstellungssprechstunde“, regelmäßige als Beilage zur Publikation „Projekt Information“

2007/2008

Peter-Philipp Schmitt für seine langjährige, herausragende Berichterstattung zum Thema Aids in der Frankfurter Allgemeine Zeitung

Christa Graf, Roland Wagner (Kamera) für ihren Film „Memory Books – Damit du mich nie vergisst“, Arte 1.12.2008

Ulrich Würdemann als Gründer und Redakteur von „positiv schwul – ondamaris“ (www.ondamaris.de)

Antía Martínez-Amor, Gesa Dankwerth für ihren Film „AIDS – Wenn die Körperpolizei nicht mehr helfen kann“ in der Sendereihe „neuneinhalb – Nachrichtenmagazin für Kinder“, ARD 1.12.2007

2005/2006

Martin Stümper, Matthias Wurms für ihr Hörfunkfeature „Aids – der vergessene Schock“, u.a. WDR5 27.11.2005

Benjamin Prüfer für seine Reportage „Bis der Tod sie mir weg nimmt“, NEON-Magazin, Januar 2006

Corinna Gekeler, Dirk Hetzel für die von ihnen herausgegebene Publikation „blickpunkt aids“, Berlin 2005

2003/2004

Redaktionsteam der Zeitschrift MED-INFO. Medizinische Informationen zu HIV und AIDS, herausgegeben von der AIDS-Hilfe Köln e.V.

Dorothee Luther, Alexander Thümmler (Autoren) und Tanja Lossau (3sat Redaktionsleiterin) für den Film „Sie nennen mich Smiley. Aids-Waisen finden zurück ins Leben“, 3sat 23.12.2003

Präventionsprojekt „JuPo (JungPositiv)“ für die Produktion von Anti-AIDS-Spots („69 cent“ und „einTÜTen“). Eine Kooperation von AIDS-Hilfe Köln e.V., Jugendzentrum anyway und carasana films mit Kölner Schulen

Bartholomäus Grill für seine kontinuierliche Arbeit zum Thema AIDS, besonders auch als Afrika-Korrespondent der ZEIT (Sonderpreis der Jury)

2001/2002

Redaktion der Zeitschrift ProjektInformation. Betroffene informieren Betroffene. für ihre qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS

Peter Sartorius für seine vierteilige Serie „Die Aids-Katastrophe im Süden Afrikas“, Seite Drei, Süddeutsche Zeitung, 13./14. Juni, 19. Juni, 21. Juni 23./24. Juni 2001

Arbeitsgruppe „Unterbrochene Karrieren“ in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst,Berlin, für ihre Ausstellungsreihe „Unterbrochene Karrieren“, zuletzt die Ausstellung „Africa apart – Afrikanische Künstlerinnen und Künstler konfrontieren AIDS“, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 14.12.2002 – 9.2.2003.

2000

Petra Afonin für ihren literarischen Chansonabend „Bevor ich gehe – bleibe ich“

Nicole Cosic, Christine Maschke (Autorinnen), Günther Jauch (Moderator) für ihren Stern-TV-Beitrag „Kinderwunsch trotz HIV – die Geschichte der Heidemarie Kremer“, RTL 23.8.2000

Sebastian Kamps für seine Einrichtung und Organisation des medizinischen Angebotes im „HIV.net“

1999

Michael Emmrich für seinen Beitrag “Leben lernen”, Frankfurter Rundschau 9.1.1999

Felix Heidinger für seine Fernsehdokumentation “AIDS – die Spur führt in den Dschungel”, Arte 14.6.1999, Bayerischer Rundfunk 14.7.1999

Kulturprogramm zum 7. Deutschen AIDS-Kongress (17.5.-12.6.1999 in Essen)

Guillaume Le Touze für seinen Roman ”Wie dein Vater – Afrikanische Reise”, Fischer-Verlag, 1998 (Sonderpreis)

Ulrich Marcus, Robert-Koch-Institut Berlin, für seine qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS

Renate Stegmüller für ihre Fernsehdokumentation “Auf der Suche nach den verlorenen Kindern. Aidswaisen in Zimbabwe”, Bayerischer Rundfunk 14.11.1998

1998

AIDS-Hilfe Köln e.V. für ihre Aktion “Masken für mehr Toleranz”, Kölner Innenstadt 27.6. bis 3.7.1998

Robert Dessaix für seinen Roman “Briefe aus der Nacht”, Wolfgang Krüger Verlag, 1997 (Sonderpreis)

Klaus Enderle für seinen Hörfunk-Beitrag “Niemand kann sich an den Tod gewöhnen - AIDS in Zimbabwe“, DeutschlandRadio (Reihe Weltzeit) 2.4.1998

Cadmo Quintero für seine Regie des Kino- und TV-Spots “Pray for Rain”, Kinos und TV-Sender seit Ende April 1998

Frank Stern für seinen Beitrag “Die Party am anderen Ufer. Leben und Sterben eines AIDS-Kranken”, Frankfurter Rundschau 22.11.1997

Bernd Vielhaber für seine Redaktion der Zeitschrift “FaxReport”, herausgegeben von der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.

1997

Michael Heuer für seinen Fernsehbeitrag “Misstraue der Idylle: Aus dem Emigrantenleben eines AIDS-Kranken”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion 37 Grad) 11.7.1996

David Hockney für den Ansteck-Pin der Hamburger Kunsthalle zugunsten von Big Spender Hamburg e.V. (Sonderpreis)

Jochen Klöck für seinen Beitrag “Das tödliche Erbe des Diktators”, Brigitte Heft Nr. 16, 1996, mit besonderer Erwähnung des Fotografen Jens Rötzsch

Tim Lienhard für seinen Fernsehbeitrag “Morgen ist auch noch ein Tod”, Westdeutscher Rundfunk-Fernsehen (Redaktion Kultur und Wissenschaft) 20.9.1996

Redaktionen der Ärzte Zeitung und des 1997 eingestellten Monatsmagazins DAH-Aktuell für ihre qualifizierte und kontinuierliche Berichterstattung über das Thema HIV und AIDS

Träger des Journalistenpreises der Deutschen AIDS-Stiftung

1996

Jörg W. Gronius für seinen Beitrag “Jeder schreibt mit seinem roten Blut”, Norddeutscher Rundfunk 3

Wilma Kottusch für ihren Film “Wir zusammen allein mit Dir”, Zweites Deutsches Fernsehen (Sonderpreis)

Manfred Nehls für seinen Beitrag “Nicht wunschlos werden”, Mitteldeutscher Rundfunk

1995

Froben Homburger, Verena Schmitt für ihre Berichterstattung bei der Nachrichtenagentur The Associated Press (ap)

Medienprojekt des Jugendamtes Wuppertal für seine Langzeitdokumentation “Cori - ein Leben mit AIDS” (Sonderpreis)

Redaktion “Live aus dem Alabama” (Bayerischer Rundfunk) für 10 Jahre Diskussionsbeiträge zum Thema AIDS

Elke Wandel für ihre Hörfunkreportage „Dein kleiner Bruder hat ja AIDS“, Sender Freies Berlin

1994

Christa Auch-Schwelk, Ruth Niehaus für ihren Film “Jeffrey - Zwischen Leben und Tod”, Westdeutscher Rundfunk

Manfred Kriener für seine zahlreichen Berichte, Reportagen und Kommentare in der taz

Elisabeth Marquart für ihre Hörfunkreportage “Frauen in Afrika kämpfen gegen AIDS” Süddeutscher Rundfunk (Redaktion Eckpunkte)

1993

Peter Adler für seine Reportage “Ächtung und Barmherzigkeit - AIDS in der Provinz”, Südwestfunk 3

Heinz W. Geisenberger für sein Hörspiel “Negativ, weil positiv”, Hessischer Rundfunk

1992

Die Preisverleihung wurde ausgesetzt

1991

Barbara Dickmann, Maria von Welser für ihren Beitrag “Ugandas sterbende Mütter”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion Mona Lisa)

Raimund Hoghe für seinen Bericht „Andreas nimmt Abschied vom Leben“, Die Zeit

1990

Achim Ost für seinen Beitrag “So lange Du kämpfst, wirst Du auch leben”, Westdeutscher Rundfunk 3

Holger Weinert für seinen Beitrag “Ulis letzter Sommer - Das lange Sterben mit AIDS”, Hessischer Rundfunk

1989

Hans Schuh für seine kontinuierliche Berichterstattung zum Thema HIV und AIDS in der Zeit

Michael Steinbrecher für seine Sendung “Ich bin infiziert - ich brauche Dich”, Zweites Deutsches Fernsehen (Redaktion Doppelpunkt)

1988

Jürgen Orthaus für seine Sendung „Positiv – neue Wege im Umgang mit Aids-Kranken“, Westdeutscher Rundfunk (Redaktion Bürger und Bürokraten)

Redaktion “INFO” der AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V. (Förderpreis)

Martin Winter für seine zahlreichen Beiträge zum Thema HIV und AIDS in der Frankfurter Rundschau

1987

Ariane Barth für ihre Reportage „Wenn er fröhlich singt, kommen mir die Tränen“, Der Spiegel

Heidrun Graupner, Stephan Lebert, Hania Luczak, Justin Westhoff für ihr Dossier vom 20.2.1985 in der Süddeutschen Zeitung

Redaktion der Zeitschrift “vor-sicht” (Förderpreis)

Marianne Wichert-Quoirin für ihre Beiträge zum Thema HIV und AIDS im Kölner Stadt-Anzeiger

Träger des JUNIOR-Medienpreises 

2015/2016

Das Projekt „Keep the light on HIV“ der Klasse 3a der Grundschule Atter in Osnabrück, unter Leitung der Klassenlehrerin Anja Hirschmann. Im Schuljahr 2015/2016 hat sich die Klasse dem Thema HIV (in Malawi) gewidmet. Ergebnis waren ein Musical, aufgeführt am 1. und 11. Dezember 2015, eine Radiosendung, gesendet auf osradio104,8 am 17. Januar 2016, und ein Buch aus der Druck-Werkstatt Osnabrück.

2013/2014

Projektgruppe des Jugendzentrums anyway Köln für die 3. Staffel der Webserie „Julian - junge liebe anders“

2011/2012

Gold
Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b von der Realschule am Kreuzberg in Netphen (Siegerland) mit ihrer Lehrerin Ursula Wussow für ihr Buchprojekt „Was wäre, wenn ich nicht in Deutschland geboren wäre, sondern in Ruanda?“ und den enormen Nachhall, den sie mit ihrem Projekte erzeugt haben

Silber

Tim Rößling
und Niklas Schlicht vom Marie-Curie-Gymnasium Dallgow-Döberitz für ihren Kurzfilm „Gebt Aids ein Gesicht“

2009/2010

Das Oberstufenseminar und die Theatergruppe der Mittelstufe am Carl-Orff-Gymnasium in Unterschleißheim für ihre gemeinsamen Aktionen zum Thema „HIV in Südafrika“ und das Theaterprojekt „Rainbow Nation – HIV in Südafrika“