Die Activistas - ehrenamtliche Helferinnen bei DREAM

Dr. Ulrich Heide mit Activista EmiliaDas Programm DREAM verdankt seinen Erfolg zum einen dem hohen medizinischen Standard, nach dem in den Zentren gearbeitet wird: Vergleichbar mit Kliniken in Industrieländern liegt die Infektionsrate bei nur zwei Prozent. Innerhalb der letzten drei Jahre wurden 2.300 Kinder in den DREAM-Gesundheitszentren Mosambiks geboren. Von ihnen waren nur 25 HIV-positiv.

Daneben spielen die ehrenamtlichen Helferinnen, sogenannte Activistas, eine entscheidende Rolle. Selbst betroffen von der Krankheit, wirken sie sehr überzeugend und glaubhaft, wenn sie ihre Erfahrungen weitergeben. Fast jeden Tag verbringen die Activistas im DREAM-Zentrum und sprechen mit anderen betroffenen Frauen darüber, wie wichtig es ist, die Medikamente regelmäßig zu nehmen, sich gesund zu ernähren oder Hygienevorschriften einzuhalten. Eine von ihnen ist Emilia. Sie hilft seit fünf Jahren in einer der DREAM-Gesundheitsstationen in Maputo als Acitivista mit. Im Jahr 2009 hat sie betreut von DREAM ihr zweites Kind geboren, ein Mädchen. Wie ihr fünfjähriger Sohn Vasco ist auch ihre Tochter nach den ersten zwei gut verlaufenen Tests HIV-negativ. Die Unterstützung, die Emilia bei DREAM erfahren hat, gibt sie als Activista an die HIV-positiven Mütter weiter, die die Gesundheitsstation aufsuchen.

Wie in den anderen Ländern Subsahara-Afrikas breitete sich auch in Mosambik das HI-Virus von den 90er Jahren bis heute mit großer Geschwindigkeit aus. Mit einer HIV-Prävalenz von regional bis zu 18 Prozent bei Erwachsenen gehört Mosambik zu den afrikanischen Ländern mit den höchsten Infektionsraten. In Mosambik leben knapp 1,4 Millionen HIV-positive Erwachsene, davon 800 000 Frauen, sowie etwa 130 000 Kinder mit HIV.