Kinder wie Paizinho haben die Chance auf ein Leben ohne HIV

© Meike WirselDas Programm richtet sich beispielsweise an Frauen wie Luisa. Die junge Frau lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Beira. In der Stadt in Zentralmosambik sind besonders viele Menschen von HIV/AIDS betroffen: Jeder dritte Erwachsene trägt hier das HI-Virus in sich. Bei einer Untersuchung während der Schwangerschaft erfuhr Luisa von ihrer Infektion. Seitdem ist sie bei DREAM in Behandlung. Die Geburt des Babys überraschte sie: Luisa gebar Paizinho – das bedeutet „Kleiner Papa“ – zuhause auf dem harten Betonboden und begab sich erst danach mit ihm ins Gesundheitszentrum. Erst dort wurde die Nabelschnur durchtrennt und Paizinho erhielt die lebensrettende Medizin - Nevirapin.

Ob der mittlerweile sechs Monate alte Junge sich während der Entbindung mit HIV infizierte, wird erst in einem Jahr feststehen. Aufgrund der guten Erfolgsquoten bei DREAM kann Paizinho mit großer Sicherheit ohne HIV und AIDS aufwachsen. Dank der Therapie wird auch seine Mutter noch viele Jahre leben und ihm wird das Schicksal unzähliger afrikanischer Kinder erspart bleiben: AIDS-Waise zu sein und womöglich auf der Straße zu leben. Paizinho und Luisa gehen regelmäßig zur Nachkontrolle ins Gesundheitszentrum. Die Behandlung und die Medikamente werden aus Spenden bezahlt. Sonst wären sie für beide unerschwinglich.

Werden schwangere Frauen wie Luisa nicht medizinisch betreut, überträgt sich das HI-Virus während der Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit von einer HIV-positiven Frau auf ihr Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 40 Prozent. Dieser Weg der HIV-Übertragung ist einer der Hauptansteckungswege der Krankheit für Kinder in Afrika. Unbehandelt stirbt mindestens jedes zweite Baby im ersten, die meisten anderen vor dem fünften Lebensjahr.