Unsere Einzelhilfe für Menschen in akuten Notlagen

Die Einzelhilfen, mit denen HIV-infizierte und aidskranke Menschen in Deutschland unterstützt werden, sind ein Schwerpunkt der Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung. Die HIV-Infektion bedeutet für die Betroffenen einen tiefen Einschnitt in ihrem bisherigen Leben: In vielen Fällen folgen neben gesundheitlichen Einschränkungen Schwierigkeiten im Beruf sowie finanzielle und versicherungsrechtliche Probleme, es droht der soziale Abstieg. Hinzu kommt häufig soziale Ausgrenzung und Diskriminierung. Familie, Freunde und Bekannte distanzieren sich und der soziale Rückhalt bricht weg, wenn er am Nötigsten gebraucht wird.

Mit finanziellen Hilfen trägt die Deutsche AIDS-Stiftung dazu bei, betroffenen Menschen in akuten Notlagen zu helfen. Dabei kann die Stiftung oft schon mit vergleichsweise kleinen Beträgen wirksam helfen: Geld für eine neue Brille sowie für ein Fahrrad oder Bekleidung. Genauso wichtig sind Ersatzkäufe für defekte Betten, Kücheneinrichtungen oder Elektrogeräte wie Kühlschränke und Waschmaschinen.
Häufiger vorkommende Notsituationen haben wir hier » beschrieben.

Seit Jahren müssen sich immer mehr Frauen mit HIV und AIDS » an die AIDS-Stiftung wenden. Nahezu die Hälfte aller Hilfsanfrage an die Stiftung kommen von HIV-positiven Frauen. Die Hälfte dieser Frauen sind alleinerziehende Mütter, die auch noch Verantwortung für Kinder tragen. Jedes Jahr erreichen die Stiftung über 500 Hilfsanfragen von alleinerziehenden Müttern und Vätern ».

Außerdem verändert sich die Altersstruktur der Hilfesuchenden. Hier zeigt sich die verbesserte Behandelbarkeit von HIV und AIDS. Wenn dann bei einer wachsenden Zahl von Patienten im Laufe der Jahre die Nebenwirkungen der Therapie oder Begleiterkrankungen zunehmen, müssen sie sich oft um Hilfe an die AIDS-Stiftung wenden. Zu den besonderen Lebenslagen » dieser besonders beeinträchtigten Gruppe zählt das hohe Armutsrisiko. Die Armut und die notgedrungene Abhängigkeit von staatlichen Leistungen führen bei dieser Gruppe von Patienten dann wiederum zu einem höheren Hilfebedarf bei medizinischen Hilfsmitteln.