Einige Notsituationen kommen bei einer HIV-Infektion häufiger vor. Diese haben wir im Folgenden beschrieben:

Schlafsofa

Die 38-jährige Sabrina F.* lebt mit ihren 2 Kindern allein. Durch ihre HIV-Infektion ist sie körperlich so beeinträchtigt, dass sie auf Helfer und Betreuer angewiesen ist. Seit kurzem muss auch über Nacht ein Betreuer in der Wohnung übernachten. Die Kinder teilen sich ein Zimmer und im Wohnzimmer gibt es keine Schlafmöglichkeit. Daher hat Familie F. Einzelhilfe für ein Schlafsofa beantragt, das sie dem Betreuer zur Verfügung stellen werden. Die Deutsche AIDS-Stiftung konnte dieses mit 320 Euro bezuschussen.

Deutschkurs

Frau A.* stammt aus Nigeria. Mit 13 Jahren wurde sie bei einem kriegerischen Überfall auf ihr Heimatdorf von ihrer Mutter und ihren Geschwistern getrennt. Sie lebte fortan auf der Straße und wurde zu einem späteren Zeitpunkt nach Deutschland verschleppt, um hier – wie sich dann herausstellte – als Prostituierte zu arbeiten. Ihr gelang die Flucht. Sie lebt nun in einem Asylbewerberheim. Frau A. ist durch diese Zeit und durch die erfolgte Diagnose HIV schwer traumatisiert. Zur psychischen Stabilisierung befindet sie sich in einer Therapie.

Frau A. hat durch einen Deutschkurs und die Erfolge in diesem wieder eine gewisse Lebensfreude gewonnen. Gerne würde sie noch besser Deutsch lernen. Dafür fehlen ihr jedoch die Mittel. Die Stiftung konnte diesen Wunsch mit 385,00 Euro unterstützen und so zur weiteren Integration von Frau A. beitragen.

Neue Möbel und Haushaltsgeräte nach Umzug

Michael T.* wurde von seinen Nachbarn gemieden, beschimpft und bedroht, nachdem ihm herausgerutscht war, dass er HIV-positiv ist. Nachts traten sie ihm gegen die Wohnungstür. „Zieh endlich aus, aidskrankes S…..“, war noch einer der harmlosen Rufe. Nach den Übergriffen an der Wohnungstür schlief Michael T. immer schlechter und traute sich kaum noch in den Hausflur. Nach sechs Monaten fand er eine neue Wohnung. Sie ist viel kleiner als seine alte, aber hier fühlt er sich sicher. Weder seine Waschmaschine noch sein Kleiderschrank passen in das Appartement. Die Deutsche AIDS-Stiftung half Michael T. mit einem Zuschuss von 450 Euro für eine gebrauchte Waschmaschine und einen Schrank.

Fahrtkosten

Herr und Frau B.* sind beide HIV-infiziert. Sie leben von staatlichen Leistungen. Herr B. ist wegen zahlreicher Infekte, Blutarmut und einem massiven Gewichtsverlust stationär in der Uni-Klinik Düsseldorf eingewiesen worden. Es bestand- und besteht immer noch - akute Gefahr für sein Leben. Frau B. würde ihn gerne jeden Tag besuchen, um ihm zur Seite zu stehen. Die Kosten für die Fahrten ins Krankenhaus kann sie sich jedoch nicht leisten. Mit Hilfe der Stiftung und einem Zuschuss von 125,00 Euro sind nun tägliche Besuche im Krankenhaus möglich.

Kindermöbel

Frau C.* ist eine HIV-positive und alleinerziehende Mutter von drei Kindern. In der Wohnung mangelt es an diversen Einrichtungsgegenständen. So besitzt die Familie keinen Küchentisch, um die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen zu können. Der Herd ist defekt. Im gemeinsamen Kinderzimmer fehlt ein Schreibtisch für die Kinder, an dem sie ihre Hausaufgaben machen können. Frau C. ist durch die Erkrankung erheblich geschwächt und körperlich beeinträchtigt. Die mangelhafte Wohnsituation belastet sie sehr. Durch einen Zuschuss in Höhe von 400,00 Euro konnten die benötigten Gegenstände gekauft werden, die Wohnsituation wurde so deutlich entspannt.

Fahrtkosten zur kranken Mutter

„Nun will ich mich aber endlich bedanken für die Kostenübernahme meiner Fahrtkosten ...“ schrieb Herr D.* an die AIDS-Stiftung. Er weiß seit mehreren Jahren von seiner HIV-Infektion und ist im Vorstadium der Krankheit. Zu Weihnachten 2007 wollte er seine Eltern in München besuchen. Seiner Mutter war in der Adventszeit eine bösartige Geschwulst operativ entfernt worden. Sein Vater ist bereits 88 Jahre alt. Daher war es Herrn D. wichtig, die Weihnachtstage mit Mutter und Vater zu verbringen. Sein Einkommen reichte für die kostspielige Bahnfahrt von Norddeutschland bis Stuttgart nicht aus. Die Stiftung unterstützte ihn mit 100 Euro. Nach seiner Rückkehr dankte er der Stiftung:

„Die Zeit in München war sehr wichtig für mich, da meine Eltern sonst allein gewesen wären. Meine Mutter hat sich von ihrer OP zwischen den Augen relativ gut erholt. Aber der Krebs konnte nicht völlig beseitigt werden. So wird sie demnächst bestrahlt und keiner weiß, wie sie das verkraften wird. ... „


*Namen zum Schutz der Betroffenen geändert.