HIV-positive Schwangere in Kapstadt brauchen Zuspruch und Beratung


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Brenda* ist eine von 100 Schwangeren, die täglich zur Beratung in die Geburtsklinik im Tygerberg Hospital in Kapstadt kommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Schwangeren wusste die 24 Jahre alte Frau bereits von ihrer HIV-Infektion. Kekeletso Lebeta, die HIV-Fachkraft von HOPE, nutzte die Wartezeit bis zum Arztgespräch für eine Beratung zur Schwangerschaft mit HIV.

In dem Gespräch vertraute Brenda der Beraterin ihre größte Sorge an. Aus Angst vor der Reaktion ihrer Familie traute sie sich bisher nicht, die lebensrettenden Medikamente einzunehmen. Denn ihr Freund und ihre Mutter wissen nichts von ihrer HIV-Infektion. Brenda hat große Angst, dass sie entdeckt wird, wenn sie die Medikamente täglich zu Hause einnimmt. Ihre größte Angst ist, dass die Familie sie verstößt.

Kekeletso sprach lange mit Brenda und bot an, bei dem Gespräch mit Freund und Mutter dabei zu sein. Damit war Brenda einverstanden. Beim nächsten Klinikbesuch der Familie erklärte Kekeletso allen was HIV ist, wie das Virus übertragen wird und wie man eine HIV-Infektion vermeiden kann. Auch dass Brenda mit der Therapie nicht an AIDS erkranken würde, kam zur Sprache. Mutter und Freund waren sehr erleichtert und verständnisvoll. Brenda begann sofort mit der Einnahme der Medikamente. Ihr Baby kam gesund zur Welt. Weil die Medikamente ihr gut helfen, kann Brenda ihr Baby in Zukunft auch ohne Bedenken selbst stillen.

Im Jahr 2017 haben die zwei von der Deutschen AIDS-Stiftung finanzierten HIV-Fachkräfte von HOPE Cape Town 4.364 Schwangere Frauen im Tygerberg Hospital zur Seite gestanden und sie beraten. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dass wir noch mehr HIV-positiven Müttern helfen können.


In der Ausgabe 1/2018 der Infoschrift Stiftung konkret (PDF-Dokument, 726 KB) erhalten Sie weitere Einblicke in die Arbeit von HOPE Cape Town. 


*Name zum Schutz der Person geändert.