Intensive Betreuung im Tygerberg Krankenhaus

Im Jahr 2001 begann HOPE Cape Town mit der Behandlung und Betreuung von aidskranken Kindern im Tygerberg-Krankenhaus und eröffnete hierfür eigens die Kinderstation „Ithemba“.

Die Station konnte bis zu 24 Kinder aufnehmen. Um künftig noch mehr Kinder gezielt behandeln zu können, wird das „Ithemba“-Konzept aktuell erweitert und in Zusammenarbeit mit der Krankenhausleitung neu organisiert: Neu entsteht eine Intensivstation und darüber hinaus wird sich das von HOPE Cape Town angestellte Arzt- und Pflegepersonal auf allen Stationen des Krankenhauses um HIV-positive Kinder und deren Familien kümmern können.

Ohne die medizinische Hilfe und intensive Betreuung müssten Kinder, die seit ihrer Geburt HIV-positiv sind, an der Immunschwächekrankheit sterben. Neben der medizinischen Behandlung kümmert sich HOPE Cape Town auch darum, dass die Kinder während des Aufenthalts emotionalen Beistand erhalten.

Auch nach dem Aufenthalt im Krankenhaus müssen die Kinder regelmäßig ihre Medikamente nehmen und ausreichend essen. Sie müssen daher weiter betreut werden, damit sie in der Familie ihre Therapie fortsetzen. Diese wichtige Arbeit - die Betreuung der Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt - leisten die HOPE-Gesundheitsarbeiterinnen: Sie überwachen die Einnahme der antiretroviralen Medikamente und geben Müttern und Angehörigen Hilfestellungen bei der Pflege und der Betreuung.

„Anique ist wie eine eigene Tochter für mich“

Im südlichen Afrika gibt es Millionen Pflegemütter, weil sehr viele Eltern bereits früh an AIDS verstorben sind. Sharon, 42 Jahre alt, sorgt schon seit 2 Jahren für ihr dreijähriges, HIV-positives Pflegekind, ihre Großcousine Anique. Das kleine Mädchen wird gerade im Tygerberg Krankenhaus in Kapstadt auf neue Medikamente eingestellt. Damit sicher ist, dass Anique die lebensnotwendigen Medikamente ohne Nebenwirkungen gut verträgt, bleibt sie insgesamt 14 Tage im Krankenhaus.

Sharon kann sie aber jeden Tag besuchen, denn sie arbeitet als Patientenbetreuerin im Tygerberg Krankenhaus. „Ich kenne die Wirkung der Medikamente und die möglichen Nebenwirkungen. Aber bei Anique, die für mich wie eine eigene Tochter ist, bin ich besonders aufgeregt“, sagt Sharon. Sie weiß, wenn die Medikamente gut wirken, hat Anique eine Zukunft. Ohne Behandlung stirbt jedes zweite HIV-positive Kind vor seinem 5. Geburtstag. Anique wird bald in den Kindergarten gehen. Dann muss Sharon ein Fünftel ihres Monatslohns für Kindergartenbeiträge und Fahrtkosten zahlen. Doch das zahlt sie gern, damit Anique gut betreut wird und möglichst viel lernen kann – für ihre Zukunft trotz HIV.

Die Deutsche AIDS-Stiftung unterstützt die Patientenbetreuerinnen von HOPE CAPE TOWN seit Jahren bei ihrer Arbeit für Menschen mit HIV und AIDS in Kapstadt. Ihre Spende hilft Müttern und Pflegemüttern wie Sharon und ihren Kindern, mit HIV und AIDS zu überleben. Bitte unterstützen Sie uns auch über den Muttertag hinaus bei dieser lebenswichtigen Hilfe!