Welt-AIDS-Tag

Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag. An diesem Tag gedenken wir derer, die seit Anfang der Epidemie vor 30 Jahren an AIDS verstorben sind. Zugleich soll an diesem Tag Solidarität mit HIV-positiven und aidskranken Menschen gezeigt werden und gegen die Diskriminierung von Betroffenen eingetreten werden. Die Deutsche AIDS-Stiftung ist Partner der nationalen Kampagne „Positiv zusammen leben“.

Ziel der gemeinsamen Kampagne von Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) und Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) ist es, Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen und eine breite öffentliche Auseinandersetzung über HIV und AIDS in der Gesellschaft anzuregen.

2017

„Mit HIV kann man leben. Weitersagen!“ - Kampagne zum Welt-AIDS-Tag geht in die neue Runde 


Am 26. Oktober 2017 wurde die neue Staffel der Kampagne zum Welt-AIDS-Tag unter Anwesenheit von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Mittelpunkt der bundesweiten Kampagne stehen drei Personen mit HIV: Lillian (47), Christoph (31) und Henning (32). Sie zeigen, dass man mit HIV ein normales Leben führen und ohne Ängste zusammen leben kann. Lillian fragt: „Gegen HIV hab ich Medikamente. Und Deine Solidarität?“. Henning fügt hinzu: „Mit HIV kann ich alt werden. Noch Fragen?“ Christoph motiviert mit der Botschaft: „Mit HIV kann ich leben. Weitersagen!“

Zum Kampagnenstart erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Deutschland gehört dank der erfolgreichen Präventionsarbeit und der guten Behandlung zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa. Diese Anstrengungen müssen kraftvoll fortgesetzt werden mit dem Ziel, die Zahl der Ansteckungen weiter zu senken. Dazu gehört auch, über die Krankheit zu informieren und so Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit HIV-infizierten Menschen abzubauen, damit ein vorurteilsloses Zusammenleben zur Selbstverständlichkeit wird.“

© Kühnapfel: Lillian, Minister Hermann Gröhe und Christoph beim Kampagnenstart in Berlin

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betont: „Dank des medizinischen Fortschritts  gibt es mittlerweile effektive Therapiemöglichkeiten der chronischen HIV- Infektion. Dennoch sterben jedes Jahr in Deutschland immer noch Menschen an AIDS. Rund 1.200 Menschen erfahren jedes Jahr erst von ihrer HIV-Infektion, wenn sie bereits das Vollbild der Erkrankung beziehungsweise einen schweren Immundefekt haben. Oft gehen Menschen zu spät oder gar nicht zum Arzt, weil sie Angst haben, bei einer entsprechenden Diagnose von anderen ausgegrenzt zu werden. Die gemeinsame Kampagne zielt deshalb darauf ab, mit bundesweiten Plakaten und Informationsangeboten Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV als Ursache von Diskriminierung abzubauen.“

Björn Beck vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe erklärt: „Es wird Zeit, dass in der Öffentlichkeit deutlich wird: Menschen mit HIV können heute bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie leben wie andere Menschen auch. Das gilt für alle Lebensbereiche: Es gibt keine Einschränkungen im Beruf oder in der Freizeit. Dank der Schutzwirkung der HIV-Medikamente können HIV-Positive und ihre Partnerinnen und Partner ohne Angst ihre Sexualität genießen und sogar auf natürlichem Wege Kinder zeugen und zur Welt bringen. Viele Menschen mit HIV erleben allerdings noch immer Diskriminierung, zum Beispiel Zurückweisung im Gesundheitswesen, Nachteile am Arbeitsplatz oder Schuldzuweisungen in der Familie.“ 

Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, sagt: „Trotz der weitgehenden Normalisierung in der Lebensführung der meisten Infizierten, gibt es nicht wenige Menschen, denen es aufgrund von HIV/AIDS gesundheitlich und materiell schlecht geht. Die Diskriminierung HIV-positiver Menschen wirkt sich negativ auf ihre seelische und körperliche Gesundheit aus. Können HIV-Positive aufgrund von starken gesundheitlichen Einschränkungen dauerhaft nicht berufstätig sein, bedroht dies ihre materielle Sicherheit und psychische Gesundheit. Erhalten die chronisch kranken Menschen aufgrund ihrer Erwerbsbiografie dauerhaft nur geringe Leistungen, sind sie auf die Hilfe der Deutschen AIDS-Stiftung angewiesen.“

Noch immer wissen viele Menschen nicht, dass mittlerweile dank einer verbesserten medizinischen Versorgungslage ein weitgehend normales Leben mit HIV möglich ist. Viele haben aus Unkenntnis Ängste und wissen nicht, dass HIV im normalen Umgang von Menschen im Beruf, im Alltag und in der Freizeit nicht übertragen wird. Ziel der gemeinsamen Informationskampagne des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Aids-Hilfe (DAH) und der Deutschen Aids-Stiftung (DAS) ist es daher, Unsicherheiten gegenüber Menschen mit HIV abzubauen.

Die Plakatmotive werden durch Onlineangebote und Aktionsmaterialien ergänzt. Die Gemeinschaftskampagne wird unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. und dem Fachverband Außenwerbung e. V.

Die Kampagne im Netz:

Auf der Internetseite www.welt-aids-tag.de gibt es neben vielen Informationen auch Aktionsmaterialien wie Flyer, Plakate, Anzeigen und Webbanner, die man kostenlos für eigene Aktionen bestellen und downloaden kann. Auf Facebook (www.facebook.com/WeltAidsTag) und bei Twitter (@weltaidstag.de) werden weitere Inhalte rund um die Themen der Motive angeboten. 

2016

Welt-AIDS-Tag 2016: Kampagne #positivzusammenleben zeigt wieder Gesicht

"Mit HIV kann man heute leben. Mit Diskriminierung nicht." Das ist die zentrale Botschaft der Welt-AIDS-Tags-Kampagne #positivzusammenleben, die am 2. November vor dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) in Berlin vorgestellt wurde. Die Plakate, die anlässlich des Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember 2016 überall in Deutschland zu sehen sind, zeigen HIV-positive Menschen mit ihren Forderungen nach Respekt und Akzeptanz. Die Botschaft von Björn aus Frankfurt lautet: "Gegen HIV hab ich Medikamente. Gegen dumme Sprüche nicht." Alexandra aus Aachen sagt: "Mit HIV komm ich klar. Mit Ablehnung nicht". Wolfgang (Name geändert) erklärt: "Mit HIV kann ich leben. Mit dem ewigen Verstecken nicht."

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erklärt zum Auftakt der diesjährigen Welt-AIDS-Tags-Kampagne: "Mit erfolgreicher Präventionsarbeit und hochwertiger Behandlung haben wir es erreicht, dass Deutschland zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa gehört. Wir dürfen jedoch nicht nachlassen, die Krankheit weiter zu bekämpfen und über Risiken aufzuklären. Zugleich ist es wichtig, dass wir alle gemeinsam entschlossen gegen Ausgrenzung und Ablehnung von HIV-infizierten Menschen vorgehen. Denn es ist höchste Zeit, dass Vorurteile im Umgang mit HIV-positiven Menschen der Vergangenheit angehören. Mit unserer diesjährige Kampagne #positivzusammenleben setzen wir ein deutliches Zeichen für ein gutes Miteinander."

© S. Kühnapfel: Kampagnenvorstellung in Berlin mit Bundesgesundheitsminister Gröhe, Alexandra, Björn und Vertretern von BZgA, DAH und DAS.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betont: "In Deutschland leben etwa 85.000 Menschen mit HIV. Bei vielen Bürgerinnen und Bürgern löst HIV noch heute Verunsicherung, Angst und Vorurteile aus, da sie noch zu wenig über die Krankheit wissen. Seit 1996 stehen hoch wirksame Medikamente zur Therapie zur Verfügung, die seitdem stetig verbessert wurden. Zur vollen AIDS- Erkrankung kommt es nicht mehr, wenn eine HIV-Infektion rechtzeitig behandelt und diagnostiziert wird. Sie ist dann eine chronische Krankheit. Mit unserer Kampagne #positivzusammenleben wollen wir einen Einblick in das Leben mit HIV geben und Mut machen. Den Mut, aufeinander zuzugehen, über Ängste zu sprechen und dazuzulernen. Damit sich niemand mehr verstecken muss und wir positiv zusammen leben können."

Ulf Hentschke-Kristal, Vorstandsmitglied Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) sagt: "Ein langes und erfülltes Leben mit HIV ist heute möglich. Diskriminierung und die Angst davor sind jedoch für viele Menschen mit HIV eine Belastung. Ablehnung kann zum Rückzug aus sozialen Beziehungen und zu psychischen Erkrankungen führen. Angst vor Ablehnung hält außerdem Menschen davon ab, sich auf HIV testen zu lassen - viele können dementsprechend nicht rechtzeitig mit einer Therapie beginnen und entwickeln schwere Erkrankungen bis hin zu Aids. Sie können HIV dann auch leicht unwissentlich weitergeben, während eine HIV-Therapie die Übertragung des Virus verhindert. Der Grund von Diskriminierung liegt meist in irrationalen Ängsten. Unsere Kampagne soll zeigen: Ängste vor Menschen mit HIV sind unbegründet, positiv zusammen leben ist leichter als gedacht."

Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) erklärt: "Aus Angst vor Diskriminierung und Ausgrenzung verschweigen viele HIV-Positive ihre Infektion am Arbeitsplatz. Sie befürchten Abneigung von Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen und im schlimmsten Fall den Verlust des Jobs. Dieser kann ihre Existenz bedrohen und schnell zu materieller Not führen. Zwar arbeiten heute die meisten Menschen mit HIV, doch gibt es auch diejenigen, die aufgrund von Begleit- und Folgeerkrankungen gesundheitlich nicht in der Lage dazu sind. Denn die Therapien wirken nicht bei allen Menschen mit HIV/AIDS gleich gut. Diese Menschen sind dann häufig auf die finanzielle Unterstützung der Deutschen AIDS-Stiftung angewiesen."

Die Plakatmotive werden durch Onlineangebote und Aktionsmaterialien flankiert. Die Kampagne der BZgA und des BMG wird gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) umgesetzt. Sie wird unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. und dem Fachverband Außenwerbung e.V.

Die Kampagne im Netz:

Auf der Website http://www.welt-aids-tag.de gibt es neben vielen Informationen auch Aktionsmaterialien wie Flyer, Plakate, Anzeigen und Webbanner, die man kostenlos für eigene Aktionen bestellen und downloaden kann. In mehreren Onlineclips kommen Menschen mit HIV zu Wort. Auf Facebook (https://www.facebook.com/WeltAidsTag) und bei Twitter (@weltaidstag.de) werden weitere interessante Inhalte rund um die Themen der Motive angeboten.

2015

#positivzusammenleben 2015

„Was macht ihr, wenn euer Stürmer HIV hat?“ - „Hoffentlich viele Tore!“ Diese und weitere Fragen bilden den Auftakt für die Kampagne zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember 2015. Über die Frage-Antwort-Mechanik regen die Plakatmotive zum Nachdenken an: Wie reagierst du, wenn die Erzieherin deines Kindes in der Kita HIV-positiv ist? Wie, wenn du dich in einen HIV-positiven Menschen verliebt hast oder wenn dein bester Freund HIV hat?

Die Kampagne spricht auf diese Weise unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung an. Ergänzende Informationen helfen, diese Ängste zu überwinden, und fördern so einen respektvollen und angemessenen Umgang mit HIV-positiven Menschen. Die Kernbotschaft der Kampagne lautet: Aufeinander zugehen, miteinander reden, sich gegenseitig zuhören und verstehen: So funktioniert „positiv zusammen leben“!

Die Plakatmotive werden durch Onlineangebote und Aktionsmaterialien flankiert. Die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) umgesetzt. Sie wird unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und dem Fachverband Außenwerbung e.V. (FAW).

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erklärt: „In den letzten drei Jahrzehnten haben wir gemeinsam wichtige Fortschritte erzielt. Unsere erfolgreiche Präventionsarbeit und eine hochwertige Behandlung haben dazu geführt, dass Deutschland zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa gehört. Wir können aber noch besser werden im Zusammen-leben mit HIV-positiven Menschen. Es ist höchste Zeit, dass Vorurteile und unbegründete Ängste im Umgang mit HIV-positiven Menschen der Vergangenheit angehören. Das ist auch das Ziel unserer diesjährigen Kampagne zum Welt-AIDS-Tag. Sie stellt sich gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV und wirbt für ein gutes Miteinander.“

„In Deutschland leben mehr als 80.000 Menschen mit HIV/AIDS. Dank moderner Medikamente haben die meisten von ihnen mittlerweile eine fast normale Lebenserwartung. Sie können in jedem Beruf arbeiten und ihre Freizeit gestalten, wie andere auch. Man kann also heute in der Regel mit HIV gut leben - aber nicht mit Diskriminierung, die leider noch immer vorkommt“, so Dr. Heidrun Thaiss , Leiterin der BZgA. „Ursachen für Diskriminierung sind häufig Unwissen und unbegründete Ängste vor Ansteckung. Da hilft nur: Darüber reden und sich informieren! Denn wir alle können ganz selbstverständlich und ohne Angst positiv zusammen leben - im Beruf, in der Freizeit und auch in der Liebe.“

Sylvia Urban vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe erklärt: „Menschen mit HIV werden von Familien und Freundeskreisen ausgeschlossen, erleben Beleidigungen, werden von Arzt- und Zahnarztpraxen abgewiesen. Diskriminierung ist schädlich für ihre Gesundheit und für die Prä-vention, denn sie hält viele davon ab, sich testen und dann auch behandeln zu lassen. Die Deutsche AIDS-Hilfe engagiert sich deshalb gegen jegliche Diskriminierung und für vielfältige Beratungs- und Testangebote - auch abseits von Ballungsräumen.“

Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, erklärt: „HIV-positive Menschen erfahren in ihrem Alltag und am Arbeitsplatz oft Diskriminierung und Ausgrenzung. Neben Begleiterkrankungen von HIV und körperlichen Einschränkungen führen diese Erfahrungen bei Vielen zum gesellschaftlichen Rückzug und in die Isolation. Kommt dann noch eine materielle Notlage hinzu, wenden sich diese HIV-positiven Menschen oftmals an die Deutsche AIDS-Stiftung. Gemeinsam können wir diese Rückzugstendenzen mit Respekt und Einfühlungsvermögen verhindern - häufig braucht es aber auch materielle Hilfe.“

Die Kampagne im Netz:

Auf der Website www.welt-aids-tag.de gibt es neben vielen Informationen zahlreiche Aktionsmaterialien wie Flyer, Plakate, Anzeigen und Webbanner zum kostenlosen Download. In mehreren Videoclips kommen Menschen mit und ohne HIV zu Wort. Auf Facebook und Twitter werden weitere interessante Inhalte rund um die Themen der Motive angeboten. Erstmals wurde über die sozialen Medien dazu aufgerufen, eigene Fragen an HIV-positive Menschen zu stellen, die in einem Clip beantwortet werden.

http://www.welt-aids-tag.de/

https://www.facebook.com/WeltAidsTag

https://twitter.com/weltaidstag_de

2014

Positiv zusammen leben 2014

"Würdest Du jemanden mit HIV küssen? Klar, wenn er mein Typ ist“. Diese und fünf weitere Fragen bilden den Auftakt für die neue Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2014. Mit Blick auf die immer noch vorherrschende Diskriminierung von Menschen mit HIV spricht sie die Bevölkerung über verschiedene Plakatmotive direkt an: Was bedeutet HIV heute für Dich? Wie reagierst du, wenn Du einen positiven Kollegen hast, zusammen mit jemanden in einer Wohngemeinschaft lebst, der infiziert ist oder Dich in einen HIV-positiven Menschen verliebt hast?

Die Kampagne thematisiert auf diese Weise unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung im Alltag. Eingängige Informationen helfen dabei, diese Ängste hinter sich zu lassen, fördern so Respekt und Normalität im Umgang mit HIV-positiven Menschen. Es wird deutlich: HIV ist im alltäglichen Umgang nicht entscheidend. Wir alle können unbesorgt „positiv zusammen leben“.

Die Plakatmotive werden ergänzt von einer neuen Website und verstärkten Präsenz in den sozialen Medien. Die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) umgesetzt.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erklärt: „In den vergangenen 30 Jahren haben wir gemeinsam wichtige Fortschritte in der Prävention und Behandlung von HIV erzielt. Diesen Weg müssen wir fortsetzen. Dazu gehört auch, dass wir die vorhandenen Ängste und Unsicherheiten in der Bevölkerung ernst nehmen und weiter über die Krankheit und den Umgang mit HIV informieren. Dieses Wissen um den Umgang mit HIV ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, eine Ausgrenzung von Menschen mit HIV zu verhindern."

In Deutschland leben rund 80.000 Menschen mit HIV. Dank moderner Medikamente haben sie nahezu dieselbe Lebenserwartung und Lebensqualität wie gesunde Menschen. HIV-positive Menschen können in jedem Beruf arbeiten, ihre Freizeit gestalten, wie sie mögen, Partnerschaft und Sexualität erleben und Kinder bekommen, die nicht mit HIV infiziert sind. Ein erfülltes Leben mit HIV ist also möglich – aber nicht mit Diskriminierung. „Unbegründete Angst vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus in Situationen, die nicht ansteckend sind, ist oftmals Ursache für Diskriminierung“, so Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Genau hier setzt die neue Kampagne an. Sie fordert die Menschen dazu auf, sich mit ihren eigenen Unsicherheiten gegenüber HIV-positiven Menschen auseinanderzusetzen, im Spannungsfeld des eigenen Wissens und den damit nicht immer übereinstimmenden Gefühlen.“

Winfried Holz vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe erklärt: „Diskriminierung ist für HIV-positive Menschen immer noch eher die Regel als die Ausnahme, zum Beispiel im Berufsleben. Das Bäckermotiv der Kampagne macht deutlich: Menschen mit HIV müssen beruflich keine kleineren Brötchen backen. Sie sind zum Beispiel im Durchschnitt nicht häufiger krank als andere Arbeitnehmer. Falsche Vorstellungen vom Leben mit HIV soll die Kampagne korrigieren, denn sie führen zu Diskriminierung.“

Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, erklärt: "Aus Angst vor Diskriminierung wachsen Kinder in HIV-positiven Familien oft mit Heimlichkeiten auf. Wenn sie überhaupt von der HIV-Infektion eines Familienmitglieds wissen, dann dürfen sie es niemandem sagen. Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft betroffenen Familien. Wir versuchen, den Eltern ihre Sorgen und Ängste zu nehmen, indem wir Projekte zum gegenseitigen Austausch fördern, die die Eltern sozial stabilisieren. Daneben unterstützen wir Familien individuell auch finanziell."

Neben der Website www.welt-aids-tag.de gibt es Kampagnenmaterialien wie Flyer, Plakate, Anzeigen und Webbanner. Neu sind dieses Jahr Themenwochen, die auf Facebook spannende Inhalte rund um die neuen Kampagnenmotive bieten – jede Woche bis zum Welt-AIDS-Tag wird ein Motiv aufgegriffen und beleuchtet – mit Straßenumfragen, Interviews mit HIV-Positiven, Daten und Fakten und vielem mehr. Die Kampagne wird unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und dem Fachverband Außenwerbung e.V. (FAW).

2013

Die Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2013
„Positiv zusammen leben!“

Am 30. Oktober stellte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in Köln die diesjährige Welt-AIDS-Tag-Aktion „Positiv zusammen leben!“ vor und startete einen bundesweiten Solidaritätsaufruf. Im Mittelpunkt der Aktion stehen HIV-positive Menschen, die bis zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember öffentlich für mehr Solidarität werben. „Ich habe HIV. Und die Solidarität meiner Angestellten.“ lautet die Überschrift auf einem von vier Plakatmotiven, das den HIV-positiven Unternehmer Holger (49) aus Berlin mit seiner Mitarbeiterin Leonie (56) zeigt.

Das Motiv „Ich habe HIV. Und eine starke Stimme an meiner Seite.“ zeigt die HIV-positive Doreen (33) aus Braunschweig mit ihrem Idol, der Sängerin Sarah Connor. Die Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird in Partnerschaft mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) und der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) umgesetzt.

Unternehmen und Institutionen, wie beispielsweise das Deutsche Jugendherbergswerk, die Deutsche Sportjugend oder Vodafone unterstützen seit 2012 die europaweit einzigartige nationale Aktion mit dem Themenschwerpunkt „HIV in der Arbeitswelt“. Gastgeber des Aktionsauftakts in diesem Jahr ist die Ford-Werke GmbH, die die Aktion seit 2012 unterstützt.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr erklärt dazu: „In unserem Land sind zwei Drittel aller rund 78.000 HIV-positiven Menschen berufstätig. Aber noch immer sind Ausgrenzung oder berufliche Benachteiligungen reale Gefahren, wenn sie sich dem Kollegenkreis oder den Vorgesetzten anvertrauen. Wir brauchen mehr Aufklärung und Unterstützung am Arbeitsplatz, um Menschen mit einer HIV-Infektion ein normales Leben zu ermöglichen. So hat unter anderem die Firma Ford das Problem erkannt und macht mit Aktionsmaterialien an allen Standorten HIV/AIDS zum Thema. Das zeigt vorbildlich, wie Arbeitgeber ein offenes Klima für HIV-Positive schaffen und Benachteiligungen im Arbeitsleben abbauen können.“

Aufgrund guter Behandlungsmöglichkeiten haben Menschen mit HIV in Deutschland heute eine annähernd normale Lebenserwartung. Weil die Zahl der Todesfälle durch HIV/AIDS geringer ist als die der Neuinfektionen, wird die Zahl der derzeit in Deutschland lebenden etwa 78.000 HIV-positiven Menschen in den kommenden Jahren weiter steigen. Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,sagt:„Obwohl die meisten Menschen wissen, dass eine Virusübertragung bei sozialen Kontakten im Alltag oder im Berufsleben unmöglich ist, haben sie Berührungsängste. Unsere Repräsentativstudie ‚AIDS im öffentlichen Bewusstsein 2012’ zeigt, dass sich dank kontinuierlicher Aufklärung und Information eine stabile Haltung in der Bevölkerung gegen Ausgrenzung und Diskriminierung entwickelt hat. Trotzdem erleben HIV-positive Menschen immer noch Ablehnung und Isolation. Diesen Zustand möchten wir ändern. Ich danke ganz besonders den Botschafterinnen und Botschaftern für ihren Mut, sich auf Großplakaten abbilden zu lassen und so öffentlich für einen vorurteilsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen zu werben. Darüber hinaus gilt mein Dank unserer prominenten Botschafterin Sarah Connor, die unsere Aktion tatkräftig unterstützt.“

Und Rainer Ludwig, Geschäftsführer für Personal- und Sozialwesen der Ford-Werke GmbH ergänzt: „Diversity bedeutet Vielfalt. Respekt vor der Unterschiedlichkeit aller ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur. Das gilt natürlich auch für den Umgang mit dem noch immer oftmals tabuisierten Thema HIV/AIDS. Bereits letztes Jahr haben wir uns stark für das Thema und den Welt-AIDS-Tag engagiert und freuen uns, dass wir dieses Jahr Gastgeber sein dürfen. Als großer Arbeitgeber unterstützen wir diese Aktion selbstverständlich.“

Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, erklärte. „Eine HIV-Infektion kann beim Verlust des Arbeitsplatzes schnell zu materieller Not führen. Immer häufiger muss die Deutsche AIDS-Stiftung dann finanzielle Hilfe leisten. Die Stiftung muss für Betroffene oft teilweise Selbstbehalte der Krankenkassen bei medizinischen Hilfen übernehmen. Wir geben häufig auch Zuschüsse für Einrichtungsgegenstände bei notwendigen Umzügen.“

Manuel Izdebski, Vorstandsmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe, betonte: „Wir brauchen weiterhin authentische Kampagnen wie „Positiv zusammen leben!“, die über die Vielfalt des Lebens mit HIV heute aufklären und Menschen mit HIV Mut machen, im Job und privat selbstbewusst mit ihrer Infektion umzugehen. Aber wir brauchen nach wie vor auch Schutz – das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz muss künftig Menschen mit HIV und anderen chronischen Krankheiten vor Diskriminierung schützen.“

Die Aktion „Positiv zusammen leben!“ kommuniziert multimedial: Neben Plakaten, Anzeigen, Flyern und Postkarten gibt es Materialien für die Arbeit vor Ort, Fachartikel für die Unternehmenskommunikation oder für Web- und Printauftritte. Alle Aktionsmaterialien sowie die Mitmachmöglichkeit „Zeig Schleife...!“ gibt es auf www.welt-aids-tag.de. Hier finden sich auch Videoclips und Porträts aller Botschafterinnen und Botschafter, die ab sofort bis zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember bei bundesweiten Veranstaltungen zum Thema HIV/AIDS präsent sind und den Medien für Interviews zur Verfügung stehen. Die Aktion „Positiv zusammen leben!“ wird vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. und dem Fachverband Außenwerbung unterstützt.

2012

Welt-Aids-Tag 2012: "Positiv zusammen leben" … und arbeiten!

Mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin wurde am 23. Oktober der Startschuss für die neue Kampagne „Positiv zusammen leben“ zum Welt-Aids-Tag 2012 gegeben. Die Veranstaltung fand im Besuchercafé „Orangerie“ im ZIK-Wohnhaus in Berlin-Kreuzberg statt.

Die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wird in Partnerschaft mit dem Bundesgesundheitsministerium, der Deutschen AIDS-Stiftung und der Deutschen AIDS-Hilfe umgesetzt. In diesem Jahr steht das Thema HIV in der Arbeitswelt im Fokus. Die Kampagne wurde von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zusammen mit BZgA-Direktorin und Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Elisabeth Pott, den vier KampagnenbotschafterInnen David, Manny, Marika, Thomas sowie Dr. Ulrich Heide und Carsten Schatz von der Deutschen AIDS-Hilfe vorgestellt.

Die beiden Kampagnen-Botschafter Manny und David geben dem Themenbereich HIV & Arbeit ihr Gesicht, Botschafterin Marika und Botschafter Thomas HIV & Familie. Ihre Gesichter werden zu diesem Welt-Aids-Tag auf großflächigen Plakaten in den Städten mit Statements wie „Ich habe HIV. Und den Respekt meiner Kollegen. Hätte ich auch Deinen?“ präsent sein. Neben den Plakaten werden auch Online-Clips sowie Kino- und TV-Spots zu sehen sein, um das Thema HIV/AIDS in die Öffentlichkeit zu tragen, in der Gesellschaft Solidarität zu stärken und Diskriminierung und Stigmatisierung abzubauen. Im Online-Portal welt-aids-tag.de gibt es weiterführende Informationen zu den BotschafterInnen der Kampagne.

Dr. Ulrich Heide betonte die Notwendigkeit der Hilfen der Deutschen AIDS-Stiftung: „Aufgrund der fortschrittlichen medizinischen Versorgung hat sich die Lebenserwartung von Menschen mit HIV deutlich verlängert. Die Zahl der Betroffenen wird deswegen in den kommenden Jahren weiter wachsen. Es leben schon heute nahezu doppelt so viele Menschen mit HIV/AIDS in Deutschland als vor 15 Jahren. Viele von ihnen befinden sich in materiellen Notlagen. Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft jährlich mehr als 3.000 infizierten und an Aids erkrankten Menschen in Deutschland in akuten Notlagen oder durch Hilfsprojekte.“ Eines dieser Projekte ist die Orangerie in Berlin, in der HIV-Positive zusammen mit Nicht-Infizierten arbeiten und sich mit Bewohnern des Hauses, Nachbarn, Freunden oder Besuchern austauschen können. Die Deutsche AIDS-Stiftung ist daher froh, dass die Kampagne 2012 hier vorgestellt wurde – an diesem besonderen Ort, da die Stiftung Eigentümer der Immobilie ist und hier nicht nur das Betreute Wohnen, sondern auch Arbeits- und Qualifizierungsmaßnahmen für Menschen mit HIV und AIDS fördert.

2011

Welt-AIDS-Tags-Kampagne 2011: Menschen mit HIV und AIDS sind Botschafter

Die Kampagne zeigt in diesem Jahr eine sehr viel größere Vielfalt des Lebens mit HIV. Deutlich mehr HIV-positive Menschen stellen sich mit ihren authentischen, beeindruckenden Geschichten mutig und alleine in den Fokus der Öffentlichkeit. Erstmals regen sie mit herausfordernden Fragen auf Großflächenplakaten sowie in einem Kino- und TV-Spot dazu an, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Kampagnenseite www.welt-aids-tag.de wird zur zentralen Kommunikationsplattform, auf der jeder seine Meinung sagen, in den Diskurs mit den Botschaftern treten und sich informieren kann. Video-Clips, Porträts und Pressefotos aller Botschafter zeigen eindrucksvoll die vielschichtige Realität ihres Lebens und tragen dazu bei, dass die Menschen in Deutschland verantwortungsvoll mit dem Thema HIV umgehen.

2010

Neue Kampagne zum Welt-Aids-Tag gestartet: Positiv zusammen leben – aber sicher!

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler startete in Berlin die neue Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Welt-Aids-Tag unter dem Motto „Positiv zusammen leben – aber sicher!“. Im Mittelpunkt stehen HIV-positive Menschen, die authentisch Einblick in ihr Leben geben und von ihren alltäglichen Erfahrungen und Problemen berichten. Ziel der Kampagne ist es, Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen und eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung über HIV/Aids in der Gesellschaft zu initiieren. Eine derartige nationale Kampagne ist europaweit einmalig.

Diese neue Kampagne wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung durchgeführt und vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und dem Fachverband Außenwerbung (FAW) unterstützt. Sie ist auf mehrere Jahre angelegt. Mit den Themenschwerpunkten „HIV und Arbeit“, „HIV und Freundschaft“ sowie „Einschränkungen mit HIV“ rückt die BZgA mit ihrer Welt-Aids-Tags-Kampagne nah an die Erfahrungswelten der Menschen heran und erreicht dadurch eine breite Zielgruppe, von der Jugend bis zu Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

Anlässlich des Kampagnenstarts erklärte Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler: „Die differenzierte und nachhaltige Präventionsstrategie in Deutschland hat dazu geführt, dass wir mit jährlich etwa 3.000 HIV-Neuinfektionen eine der niedrigsten Neuinfektionsraten in Europa haben. Wir wissen, dass ein offener und diskriminierungsfreier Umgang mit der Thematik HIV und AIDS und den Betroffenen die zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Prävention ist. Deshalb wollen wir mit dieser Solidaritätskampagne ermutigen: Ermutigen über HIV und AIDS zu reden und sich über Risikoverhalten und den notwendigen Schutz auszutauschen. Wir benötigen die Solidarität und Aufmerksamkeit aller, damit es uns gemeinsam gelingen kann, die Zahl der Neuinfektionen in Zukunft zu senken." Besonders wichtig ist die Unterstützung durch die Familie und den Freundeskreis für jüngere HIV-Positive. Darauf macht die Deutsche AIDS-Stiftung aufmerksam. „Da HIV so stark tabuisiert wird, fällt es vor allem HIV-Positiven oft schwer, mit anderen über ihre Infektion oder Krankheit und ihre Bedürfnisse zu sprechen“, sagt Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung. „Darüber hinaus führt die HIV-Infektion häufig zu materieller Bedürftigkeit, wenn Menschen nicht mehr arbeiten können und gerade als jüngere Menschen nur kleine Renten erhalten.“ Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft jährlich mehr als 3.000 infizierten und aidskranken Menschen in Deutschland in akuten Notlagen oder mit Hilfsprojekten.

Auf der Internetseite www.welt-aids-tag.de berichten Botschafterinnen und Botschafter mit und ohne HIV in Online-Clips aus ihrem Leben und geben Beispiele für solidarisches Verhalten. Das interaktive Kampagnenportal lädt zur Diskussion und Auseinandersetzung ein und informiert über die einzelnen Themenbereiche. Die drei Themenschwerpunkte „HIV und Arbeitswelt“, „Freundschaft und HIV“ und „Einschränkung durch HIV“ bilden auch die Grundlage für die diesjährigen drei Plakatmotive. Auf 25.000 Plakaten, in Flyern und auf Postkarten werben die Botschafterinnen und Botschafter für Akzeptanz und gegen Stigmatisierung und Diskriminierung. Sie sind bis zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember und darüber hinaus bei Veranstaltungen zum Thema HIV und Aids präsent.

2009

Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag: Ganz Deutschland zeigt Schleife

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler entrollte am 30.11., einen Tag vor dem 21. Welt-Aids-Tag, zusammen mit mehreren hundert Aids-BotschafterInnen ein über 300 qm² großen Banner mit einer roten Aids-Schleife vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Parallel dazu liefen vier Menschen in der Kugel durch das Tor, die in ihren übergroßen, durchsichtigen Kugeln die soziale Isolation von Menschen mit HIV/AIDS symbolisieren.

Dieses Event bildete den Höhepunkt der diesjährigen Welt-Aids-Tags Aktion „Gemeinsam gegen Aids. Ganz Deutschland zeigt Schleife“. Eine Gemeinschaftsaktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), des Bundesministeriums für Gesundheit, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.

Die Aktion will die Menschen motivieren, sich vor einer HIV-Infektion zu schützen und ruft zugleich zur Solidarität mit HIV-Infizierten und aidskranken Menschen auf.

Dr. Philipp Rösler erklärt: „Wir werden weiter hart arbeiten müssen, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Die Präventionserfolge der vergangenen Jahre bilden eine gute Basis dafür. Ich freue mich, dass ich heute de Gelegenheit habe, mich als Botschafter für die Welt-Aids-Tag Aktion stark zu machen. Ich hoffe, dass Viele es mir nachmachen.“

Dem schloss sich Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung an: „Der Welt-Aids-Tag ruft alle auf, Menschen mit HIV und Aids nicht alleine zu lassen, denn diese Krankheit wird noch immer stärker tabuisiert als andere Krankheiten.“

Kampagnenauftakt 2009 - erstes Plakat geklebt

Zum Auftakt der diesjährigen WAT-Aktion mit dem Motto "Ganz Deutschland trägt Schleife" wurden jetzt in Köln die ersten beiden Plakate am Hans-Böckler-Platz geklebt. Dabei waren Frau Prof. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung und Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung, die die Aktion der Öffentlichkeit vorstellten und über die aktuelle Situation in Deutschland informierten. "Menschen mit HIV und AIDS nicht allein lassen - dies ist ein wichtiges Anliegen der Welt-AIDS-Tags-Aktion. Wer die Rote Schleife trägt, sagt ganz klar: HIV-positive und aidskranke Menschen gehören zu uns, und das nicht nur am Welt-AIDS-Tag", sagte Dr. Heide.

Mit neuen Plakat- und Anzeigenmotiven, einem neuen TV- und Kinospot und weiteren Informationsangeboten geht die diesjährige Welt-AIDS-Tags-Aktion an den Start. Von den rund 10.000 Menschen, die sich als Botschafterinnen und Botschafter im Rahmen der WAT-Aktion engagieren, wurden in diesem Jahr dreißig ausgewählt, die die unterschiedlichsten Persönlichkeiten einer Gesellschaft repräsentieren. Gemeinsam mit den prominenten Botschafterinnen und Botschaftern Anni Friesinger, Christiane Paul, Philipp Lahm und Samy Deluxe sind sie auf den neuen Plakaten, Flyern und Postkarten zu sehen.

600 Freiwillige kamen zum Casting nach Köln

„Ganz Deutschland zeigt Schleife“ – unter diesem Motto steht die diesjährige Welt-AIDS-Tags-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung. Mehr als 9.000 Botschafterinnen und Botschafter setzen sich bereits jetzt auf der Internetseite www.welt-aids-tag.de gemeinsam mit den prominenten Botschaftern Samy Deluxe, Christiane Paul, Philipp Lahm und Anni Friesinger für Schutz, Aufklärung und Solidarität ein. Dieser gemeinsame Einsatz sollte auch auf den neuen Plakaten zum Ausdruck kommen. Daher wurden bei einem Casting aus 600 Bewerbern 40 Unterstützer für das Foto-Shooting ausgewählt. Neben ausdruckstarken Gesichtern waren vor allem eine natürliche Ausstrahlung und die gute Darstellung vor der Kamera gefragt. Außerdem sollte eine möglichst große Mischung im Alter, sozialer Gruppe und Herkunft gegeben sein. Am 19. Juni wurde es ernst für die WAT-Models, die sich in Köln zum Shooting getroffen hatten. Zunächst wurden alle neu eingekleidet, danach ging es in die Maske: Die Gesichter wurden abgepudert, die Haare neu gestylt. Seite an Seite mit den Promis werden die Models dann ab Oktober auf rund 25.000 Plakatwänden in ganz Deutschland zu sehen sein.

2008

Welt-AIDS-Tag 2008 - 4 VIPs zeigen Flagge

Vier Prominente zeigen Flagge und dauerhaftes Engagement: Samy Deluxe, Anni Friesinger, Philipp Lahm und Christiane Paul sind auch 2008 die Gesichter der Kampagne zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember. Die Gemeinschaftsaktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen AIDS-Stiftung (DAS) und der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) trägt das Motto „Gemeinsam gegen AIDS: Wir übernehmen Verantwortung – für uns selbst und andere“. Damit geht eine im Jahr 2004 begonnene erfolgreiche Zusammenarbeit der drei großen bundesweit agierenden AIDS-Einrichtungen in die fünfte Runde.

Mit dem Rapper Samy Deluxe, der Eisschnellläuferin und Designerin Anni Friesinger, dem Fußballer Philipp Lahm und der Schauspielerin Christiane Paul agieren vier höchst unterschiedliche Persönlichkeiten vereint für die gute Sache. Bei allen Unterschieden ist diesen Vier ein Motiv gemeinsam: das Anliegen, mit ihrem Bekanntheitsgrad und durch ihre Vorbildfunktion den Kampf gegen HIV und AIDS zu unterstützen. „Leider wissen viele Jugendliche beim Thema AIDS überhaupt nicht Bescheid und denken, dass sie das nicht betrifft“, sagt der Hamburger Rapper Samy Deluxe. „Ihnen will ich sagen: Es ist cool, Verantwortung zu zeigen.“

Plakate und Postkarten rufen zum Schutz vor HIV auf

Im Vorfeld des 1. Dezember 2008 sind die vier Prominenten bundesweit auf unzähligen Plakaten, Postkarten und Anzeigen zu sehen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt betont, wie wichtig das Engagement bekannter Persönlichkeiten für den Kampf gegen AIDS ist: „Wenn es um Gesundheitsfragen geht, vertraut man besonders den Menschen, die persönliches Engagement zeigen. Ich danke den AIDS-Botschaftern, dass sie ihre Einstellungen öffentlich und nachahmenswert machen.“

Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit starten verschiedenste Organisationen zum Welt-AIDS-Tag Aufklärungs-Kampagnen. All diese Aktionen sollen den Menschen ins Gedächtnis rufen, dass der Kampf gegen AIDS trotz verbesserter medizinischer Behandlungsmöglichkeiten keineswegs gewonnen ist und der Einsatz gegen die Verbreitung von HIV sowie das Engagement für die davon betroffenen Menschen nicht nachlassen dürfen.

Die deutsche Aktion zum Welt-AIDS-Tag nimmt nicht nur die Politik in die Pflicht, sondern ruft explizit auch den Einzelnen dazu auf, als „Botschafter“ zu agieren, sich selbst und Andere über HIV/AIDS zu informieren und verantwortungsvoll zu handeln. Nur wenn jede und jeder Einzelne mithilft, können wir alle gemeinsam im Kampf gegen HIV und AIDS erfolgreich sein!

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.welt-aids-tag.de.