Social Spot 

Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember ist der globale Tag des Gedenkens an Menschen, die an AIDS verstorben sind oder durch eine HIV-Infektion immer noch diskriminiert werden. Damit das Thema AIDS nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein schwindet, hat die Deutsche AIDS-Stiftung zum Welt-AIDS-Tag 2015 einen Social Spot produziert. Der Spot wurde durch eine Studierende der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Berlin konzipiert und an der Hochschule realisiert. „Schützt Du dein Handy besser als Dich selbst?“ ist die zentrale Frage im Social Spot. Zu sehen ist der Fall eines mit einer Gummihülle geschützten Smartphones. Klassische Musik und der Fall des Handys in Zeitlupe aus mehreren Perspektiven gefilmt, unterstreichen die Dramaturgie. Auf die Frage folgt die Aussage „Gummi schützt.“. Die Zuschauer werden zum Nachdenken animiert, ob sie ihre Handys tatsächlich besser als sich selbst vor der HIV-Infektion schützen.

Die Idee zum Spot entwickelte Julia Bettermann, Bachelor-Studentin der Medien- und Wirtschaftspsychologie an der HMKW Hochschule für Medien Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Sie bewarb sich damit auf ein Stipendium der Hochschule in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Stiftung. Frau Bettermanns Beitrag war so überzeugend, dass sie nicht nur das Stipendium erhielt, sondern der eingereichte Spot von der AIDS-Stiftung TV-Sendern zur Ausstrahlung angeboten wurde. Die HMKW hat den Spot dafür auf eigene Kosten neu produziert. Außerdem ist eine Online-Version entstanden.

© HMKW: Videodreh: Julia Bettermann hält das Smartphone – bereit zum Fall – in der Hand.

Und das sagt Julia Bettermann zu ihrer Idee: „Das ernste Thema HIV/AIDS hat mich herausgefordert. Ich wollte es aber doch mit Humor angehen und kam so zu der Szene des fallenden Handys. Mit einer überraschenden Pointe funktionieren Spots für Jugendliche in den sozialen Medien einfach besser. Und ein herunterfallendes Handy ist für uns eine Horrorvision. Ich hoffe, dass die Zuschauer danach mehr über ihren eigenen Schutz und über ein mögliches Leben mit HIV nachdenken“.