HIV 2018: Zahl älterer HIV-Infizierter steigt weiter an

Bonn, 22.November.2018. Wie das Robert Koch-Institut heute informierte, ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2017 auf 2 700 zurückgegangen. In den Altersgruppen ab 45 Jahren nahm die Zahl der HIV-positiven Menschen weiter zu. Die Deutsche AIDS-Stiftung beobachtet ebenfalls eine starke Zunahme der Hilfsanfragen bei HIV-positiven Menschen, die älter als 40 Jahre sind. Seit dem Jahr 1993 hat sich der Anteil der 40jährigen bis 49jährigen unter den Antragstellenden auf 32,1 Prozent (2017) verdreifacht. Bei den 50jährigen bis 59jährigen ist der Anteil der Hilfesuchenden bei der Deutschen AIDS-Stiftung sogar um das 25-fache gestiegen.

„Rund ein Drittel der HIV-positiv getesteten Menschen in Deutschland gehen zu spät zum HIV-Test. Sie leiden oft bereits unter einem fortgeschrittenen Immundefekt. Einige zeigen bereits Symptome einer AIDS definierenden Erkrankung, wenn sie sich testen lassen. Darunter sind auch sehr viele Menschen über 40 Jahre. Sie müssen sich dann oft um Hilfe an die Deutsche AIDS-Stiftung wenden“, erklärt Kristel Degener, die Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung die Zahlen. „Hinzu kommen viele HIV-Positive, die seit Jahren infiziert sind und seit Jahrzehnten therapiert werden. Sie sind oft psychisch und physisch eingeschränkt und benötigen ebenfalls die Hilfe der Stiftung. Wir rechnen in Zukunft damit, dass diese Menschen auch verstärkt ambulante oder stationäre Pflege nachfragen“.

Spendenkonto der Deutschen AIDS-Stiftung: IBAN: DE85 3705 0198 0008 0040 04

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung bietet. Sie hilft seit mehr als 30 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und durch die Unterstützung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im südlichen Afrika. Die Urstifter 1987 waren Rainer Ehlers, der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und das Deutsche Rote Kreuz.

Dr. Volker Mertens

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