Weltweit leben derzeit 40,8 Millionen Menschen mit HIV. Im Jahr 2024 wurden rund 1,3 Millionen Neuinfektionen registriert, begleitet von etwa 630.000 Todesfällen durch AIDS-bedingte Erkrankungen. Wichtig zu wissen: 87 % der Infizierten kennen ihren HIV-Status, und 31,6 Millionen Personen haben Zugang zu wirksamer antiretroviraler Therapie. Seit Beginn der Epidemie wurden insgesamt 91,4 Millionen Menschen infiziert – 44,1 Millionen sind bereits an den Folgen gestorben.
In Deutschland leben derzeit ungefähr 97.700 Menschen mit HIV. Von ihrer Diagnose wissen 88.500 Menschen, davon erhalten 87.200 eine Behandlung, was beeindruckenden 99 % der Diagnostizierten entspricht. Im Jahr 2024 kamen 2.300 Neuinfektionen hinzu, während schätzungsweise 8.200 Menschen noch nichts von ihrer Infektion wissen. Besonders besorgniserregend: bei 1.200 Personen wurde HIV erst diagnostiziert, nachdem sie bereits ernsthaft erkrankt waren.
Deutschland hat fast die von UNAIDS formulierten 95-95-95-Ziele erreicht: 92 % der Infizierten sind diagnostiziert, 98 % der Diagnostizierten erhalten eine Therapie, und 96 % der Behandelten weisen eine nicht nachweisbare Viruslast auf.
Fortschritte und Herausforderungen
Seit dem Höchststand im Jahr 1995 ist die Zahl der Neuinfektionen weltweit um 60 % zurückgegangen – ein beachtlicher Erfolg. Dennoch liegt das weltweite Ziel von unter 370.000 Neuinfektionen bis 2025 bisher in weiter Ferne. Behandlung schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern verhindert auch die Weiterverbreitung des Virus – ein zentraler Baustein zur Eindämmung der Pandemie.
Warum diese Zahlen zählen
Aktuelle Daten machen Fortschritte sichtbar und zeigen zugleich, wo weiterhin Aufmerksamkeit und Ressourcen benötigt werden. Moderne HIV-Therapien ermöglichen ein langes, gesundes Leben – vorausgesetzt, Infektionen werden früh erkannt und behandelt. Diese Informationen helfen dabei, Vertrauen zu schaffen, Aufklärung zu fördern und notwendige Initiativen anzustoßen.



