Die Deutsche AIDS-Stiftung setzt sich deutschlandweit dafür ein, dass Menschen mit HIV/ Aids sowie HIV-gefährdete Gruppen gezielt unterstützt werden. Unser Ziel: HIV-Infektionen verhindern, Aids beenden, Gesundheit fördern und Teilhabe ermöglichen.
Förderschwerpunkt Prävention
- Gesundheit fördern – durch Aufklärung und Prävention
Wir unterstützen Projekte, die aufklären und damit helfen, Neuinfektionen mit HIV zu vermeiden. Dazu zählen auch Angebote wie lokale Checkpoints, die Beratung und Tests auf Augenhöhe anbieten. Wichtig ist uns: Ein schneller Zugang zu Diagnose und Therapie.
- Prävention mit Strukturwirkung – PKV-geförderte Projekte
Die Stiftung fördert Präventionsvorhaben in unterschiedlichen sozialen Lebenswelten – z. B. zu Themen wie sexuelle Gesundheit, Antidiskriminierung, psychische Gesundheit oder gesunde Ernährung. Die Mittel stammen aus dem Präventionsfonds der privaten Krankenversicherungen.
Förderschwerpunkt Care
Eine HIV-Infektion ist heute gut behandelbar – so gut, dass Menschen unter Therapie nicht mehr ansteckend sind. Dazu braucht es aber mehr als nur eine sehr gute medizinische Versorgung. Die Deutsche AIDS-Stiftung fördert deswegen ganzheitlich im Förderschwerpunkt „Care“.
- Betreutes Wohnen – für mehr Stabilität im Alltag
Viele Menschen mit HIV sind dauerhaft gesundheitlich belastet. Um sozialer Isolation entgegenzuwirken, fördern wir betreute Wohnprojekte mit psychosozialer Begleitung. In Berlin, Essen, Köln und zuletzt in Hannover wurden bereits eigene Immobilien realisiert. Hier gibt es geschützte Räume für ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützung bei Bedarf.
- Medizinische Versorgung erleichtern
Gerade außerhalb von Ballungsräumen ist der Weg zur spezialisierten HIV-Behandlung oft weit. Wir fördern Fahrtkostenzuschüsse, damit Beratung und medizinische Hilfe erreichbar bleiben.
Für Mütter mit HIV stellen wir bei Bedarf Mittel für Muttermilchersatzprodukte bereit. Eltern mit HIV, die an Tagungen zu HIV teilnehmen möchten, können Zuschüsse für die Kinderbetreuung erhalten.
- Teilhabe ermöglichen
Frühstücksangebote für Menschen mit HIV schaffen geschützte, diskriminierungsfreie Räume, in denen Begegnung möglich wird.
Hier können Menschen
- sich austauschen
- neue Kontakte knüpfen
- das Gefühl erleben: Ich bin nicht allein.
Diese niedrigschwelligen Treffen helfen, Vereinsamung entgegenzuwirken und Vertrauen zurückzugewinnen – ein kleiner Rahmen mit großer Wirkung. Wir unterstützen Beratungsstellen, die derartige Angebote machen.
- Reisen als Auszeit – Krankenreisen ermöglichen
Ein Ortswechsel kann neue Kraft geben – besonders für schwer belastete Menschen mit HIV/Aids. Doch oft fehlt es an Betreuung oder Finanzierung. Wir unterstützen Gruppenreisen lokaler HIV/AIDS-Beratungsstellen, indem wir die Reisekosten für finanziell bedürftige HIV-positive Teilnehmer*innen und für Pflege- und Betreuungspersonal bezuschussen.
- Kulturell sensible Hilfe für Menschen mit Migrationserfahrung
Menschen mit Migrationsbiografie sind in Deutschland überproportional oft von HIV betroffen. Um ihnen gezielt zu helfen, fördern wir kultursensible Beratungsangebote. Zusätzlich unterstützen wir Dolmetsch- und Sprachmittlungsdienste, damit der Zugang zum Gesundheitssystem barrierefrei gelingt.
- Einmalige Unterstützung bei Notlagen
Menschen mit HIV, die sich in HIV-bedingten existenziellen Notlagen befinden, können einmalige Hilfe beantragen – z. B. für medizinische Versorgung oder dringend benötigten Anschaffungen, sofern diese nicht durch gesetzliche Leistungen oder Leistungen anderer gedeckt sind. Die Stiftung prüft schnell und unbürokratisch, ob Unterstützung möglich ist.
- Weihnachtsbeihilfe für Kinder
Um Kindern aus HIV-betroffenen Haushalten ein schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen, stellt die Stiftung jährlich eine finanzielle Unterstützung bereit – 60 Euro für das erste Kind, 30 Euro für jedes weitere. Denn Kinder spüren, wenn ihre Eltern sich wegen der eigenen HIV-Infektion belastet fühlen.



