Gedenkveranstaltung für Prof. Dr. Rita Süssmuth
Am 25. März 2026 fand in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin eine gemeinsame Gedenkveranstaltung zu Ehren von Prof. Dr. Rita Süssmuth statt. Unter dem Titel „Erinnern, gestalten, weitertragen: Das Vermächtnis von Prof. Dr. Rita Süssmuth“ würdigten mehrere Institutionen ihr politisches und gesellschaftliches Wirken. Die Veranstaltung wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, dem Deutschen Frauenrat, dem Deutschen Volkshochschul-Verband sowie der Deutschen AIDS-Stiftung ausgerichtet.
Rita Süssmuth als Brückenbauerin
Im breiten Konsortium der beteiligten Organisationen spiegelte sich eine zentrale Fähigkeit von Rita Süssmuth wider: Menschen und Institutionen zu verbinden, Allianzen zu schaffen und gesellschaftliche Veränderungen mit Mut und Menschlichkeit voranzutreiben. Als Mitgründerin und langjährige Unterstützerin der Deutschen AIDS-Stiftung prägte sie maßgeblich eine Haltung, die auf solidarischer Aufklärung, wissenschaftlicher Orientierung und dem Abbau von Stigmatisierung basierte. Früh betonte sie: „Wir bekämpfen die Krankheit, nicht die Kranken.“
Impulse aus Politik und Wissenschaft
Im Panel „Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung“ diskutierten Bundesministerin Nina Warken, Prof. Dr. Alena Buyx , Anne von Fallois sowie Dr. Daniel Friedrich Sturm. Als Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung erinnerte Anne von Fallois daran, dass HIV und Aids weiterhin gesellschaftliche Realität seien und die Stigmatisierung von Menschen mit HIV zunehme. Prävention sei daher unverzichtbar und bleibe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe:
„Prävention ist teuer – aber keine Prävention ist teurer.“
Würdigung eines außergewöhnlichen Engagements
Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, würdigte Rita Süssmuth als „Stimme der Vernunft und Menschlichkeit“, die klare Haltung gezeigt und Verantwortung übernommen habe – gerade auch in der frühen Aids-Debatte. Es habe „keine Herausforderung gegeben, die sie nicht beherzt aufgenommen hat“.
Dr. Claudia Süssmuth Dyckerhoff gab in ihrem persönlichen Beitrag Einblicke in das Wirken ihrer Mutter, die „mit unerschöpflicher Energie Feuer und Flamme“ für ihre Themen gewesen sei. Das Leitmotiv ihrer Mutter – „Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“ – werde die Familie weitertragen.
Rita Süssmuth hat gezeigt, dass gute Politik Mut erfordert, den Willen zum Dialog und die Bereitschaft, gesellschaftliche Tabus zu überwinden. Fortschritt, so demonstrierte sie immer wieder, entsteht dort, wo Menschen respektvoll zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen. Die Deutsche AIDS-Stiftung dankt allen Mitwirkenden für ihre Beiträge sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung für den würdigen Rahmen der Veranstaltung. Besonderer Dank gilt den Bundesministerinnen Nina Warken und Karin Prien für ihre inhaltlichen Impulse.




